Auch in 2018 waren wir, der Kulturbahnhof e.V., mit einem mobilen Kunstprojekt in Jugendclubs in Leipzig, diesmal mit der Ausstellung „Familiengeschichten“. Die mobile Ausstellung zeigte Arbeiten von Künstler*innen aus Griechenland, dem Iran, der Ukraine, Russland und der BRD rund um das Thema Familie. Sie beleuchteten Aspekte wie getrennte und queere Familien, Familiengeheimnisse, Recherchen zur Geschichte einzelner Familien und Familien unter großem Druck, sei es aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder aufgrund ihrer finanziellen Situation. Mit dieser Ausstellung besuchten wir 2018 Jugendclubs in Paunsdorf, Sellerhausen, Lößnig, Eutritzsch und zum Jahresende auch in Grünau. Im Mittelpunkt stand immer die kreative Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort. Angelehnt an das Thema entstanden Zeichnungen, Collagen, fotografische Familienportraits, Stop-Motion-Filme, Fotostories, Interviews und eine Sammlung zum Thema „Familie der Zukunft“. Die Teilnehmenden fragten sich z.B., ob sich Eltern in Zukunft vorab schon das Geschlecht und das Aussehen ihres Kindes auswählen werden oder ob Frauen in Zukunft überhaupt noch selbst ihre Kinder gebären und sie wünschten sich, dass man ohne Pass und Grenzen alle Familienmitglieder überall auf der Welt problemlos besuchen kann (z.B. durch Teleportation). Daneben wurden immer auch Familienrezepte ausgetauscht und gemeinsam gekocht.

Wir danken alle Teilnehmer*innen für ihre Beiträge und den Fachkräften für ihre Unterstützung!

Beteiligte Künstler*innen waren: Lois Weinberger (Österreich) Debris Field, Moshtari Hilal (BRD, Afgahnistan) Illustrationen, Zahra Hassanabadi (BRD, Iran) Erinnerungen, Alexey Iorsch (Russland) Meine Nation, Yevgenia Belorusets (Ukraine) A Room of My Own, Sanna Schiffler (BRD) Zwei Zuhause und Sofia Dona (Griechenland) CAPITAL CONTROL I

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig und von Aktion Mensch