Spaziergang und Workshop zum Thema Zwangsarbeit in Espenhain

Im Rahmen unseres Projektes „Doors to Past and Future“ führen der Künstler Martin Haufe und der Historiker Martin Baumert zwei Veranstaltungen zur nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Espenhain, im Südraum Leipzigs, durch.

Das Braunkohlenwerk Espenhain war einer der bedeutendsten Rüstungsstandort in der Umgebung von Leipzig im Nationalsozialismus. Entsprechend kamen hier tausende Zwangsarbeiter aus allen Teilen Europas und sogar aus Südafrika zum Einsatz. Auch befand sich am Standort ein „Ausländer-Bordell“, eine der perfidesten Ausbeutungsvarianten. Insgesamt überlebten mindestens 285 Personen die Zustände nicht. Leider erinnert bis heute nichts in Espenhain an ihr Schicksal. Das wollen wir ändern. Wir wollen auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam machen. Hierzu laden wir am Sonntag, den 16. August 2020, zu einem Ortspaziergang nach Espenhain ein. Am Samstag, den 22. August 2020 ab 10 Uhr, werden wir außerdem mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern sowie Expertinnen auf dem Gebiet der Erinnerungskultur darüber diskutieren, wie an diese Zeit in Espenhain erinnert werden kann. Ort ist die Orangerie in Mölbis. Beide Veranstaltungen sind kostenlos. Für den Workshop stellen wir Verpflegung bereit.

Spaziergang zu den Orten der Zwangsarbeit in Espenhain: Sonntag, den 16. August 2020, Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Gasthof ASPE, Leipziger Str. 9, 04571 Rötha, OT Espenhain

Wokrkshop zu der Frage nach „Wie können wir an das Geschehen erinnern?“: Samstag, den 22. August, 10.00 – 17.00 Uhr in der Orangerie Mölbis, Straße der Republik 1, 04571 Mölbis